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  Zum Beginn der zwanziger Jahre erlebte überall in Deutschland der Sport und insbesondere der Wunsch, selbst Sport zu betreiben, einen gewaltigen Aufschwung. So fanden sich auch in Beinum junge Turner zusammen, die zunächst „nur“ gemeinsam übten, aber bald den Entschluß faßten, einen Verein zu gründen. Im Jahr 1922 war es dann so weit: in der Gaststätte „Wollschläger“wurde die „Tunrnerbrüderschaft Eintracht Beinum“ aus der Taufe gehoben, die neben der sportlichen Betätigung auch die Möglichkeit bot, einander zu treffen und das gemütliche Beisammensein zu pflegen.
Einen leichten Start hatte der junge Verein bestimmt nicht, denn die Inflation brachte allenthalben Probleme mit sich. So wurde von allen Beteiligten viel Idealismus verlangt. Um die zum Turnen nötigen Geräte wie Barren und Reck anzuschaffen, wurden unter der Leitung von Albert Berkefeld, der bis zum Krieg 1. Vorsitzender war, über zehn Zentner Getreide gesammelt. Als Turnplatz dienten der Schulhof bzw die damalige Schulstraße und im Winter wurde der Dreschschuppen ausgeräumt, wobei es beim Turnen auf dessen Kopfsteinpflaster manche böse Verletzung gab.
Trotz dieser widrigen Umstände wuchs der Verein stetig und konnte bald eine Knaben-,Jugend-und Männerriege aufstellen, die so manchen Preis bei den Turnfesten in der Umgegend errangen. Nach der zwangweisen Unterbrechung des Vereinslebens durch den Krieg riefen Gustav Fricke, August Lüer und Heinz Schacht sowie in späteren Jahren Helmut Mathies wieder alle aktiven Turner zusammen und trieben mit viel Begeisterung Sport im Saal der Gaststätte „Wollschläger“. Der nun in „TSV Beinum „ umbenannte Verein nahm bald regen Aufschwung und gründete neue Abteilungen. Zunächst entstanden eine Damenriege und eine Volkstanzgruppe und 1949 kam eine Tischtennisabteilung hinzu. Turn bzw Sportfeste wurden auf einer Viehweide veranstaltet und hatten eher den Charakter von einem Volksfest, doch so konnte es auf Dauer nicht weitergehen. Am 29.11.1955 wurde das vorgesehene Grundstück von der Stadt Salzgitter käuflich von der Umsiedlungsgesellschaft erworben und für den Bau des Sportplatzes freigegeben. Unter Mithilfe der Beinumer Bevölkerung wurde der Platz gebaut und am 13.7.1958 durch den Vorsitzenden des Kreissportbundes U. Raab dem TSV Beinum übergeben. Damit war die Grundlage für eine Fußballabteilung geschaffen, die den Punktspielbetrieb aufnahm und vier Jahre später erfolgte der Bau des Sportheims.
Im Jahre 1969 kam es zu einer Krise unter den Mannschaften, die Wolfgang Graniewski als neuer Vorsitzender aber mit viel Initiative auszuräumen wusste. Aus seiner Zeit stammt auch die Stromversorgung nebst Erdkabeln und Flutlicht. Von 1983-1986 bekam das Sportheim noch einen kleinen Hallenanbau, der mit Hilfe von über 6000 Stunden an Eigenleistung der Vereinsmitglieder verwirklicht wurde.
 
 
wird demnächst fortgesetzt ......
 
   
         




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Publiziert am: 2005-06-07 (2544 mal gelesen)

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